Schweisser

Mehr Arbeitsplätze durch Zuwanderung

Geflüchtete sind keine Konkurrenz für deutsche Arbeitnehmer

Schweisser

©JonKline/pixabay

Dass Geflüchtete deutschen Arbeitnehmern die Arbeitsplätze wegnehmen oder die Löhne drücken, wird von den Rechten immer wieder behauptet – in der Regel wie gewohnt ohne Faktenunterstützung. In einem Interview, das Prof. Herbert Brücker, Direktor des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität und Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, dem Mediendienst Integration gegeben hat, wird deutlich, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Demnach profitieren deutsche Arbeitnehmer sogar von der Zuwanderung, weil die Maßnahmen zur Integration die Konjunktur eher angekurbelt haben. Mehr verfügbare Arbeitskräfte bewirken, dass in der Wirtschaft mehr investiert wird. Die Zuwanderung dort also tatsächlich für mehr Arbeitsplätze statt weniger.

Und außerdem konkurrieren die Zugewanderten selten mit deutschen Arbeitnehmern um dieselben Arbeitsplätze, sondern gehen in Bereiche, für die viele Deutsche sich nicht interessieren.

Hier findet ihr das vollständige Interview mit dem Titel „Drücken Flüchtlinge die Löhne?“ Wir finden, das ist eine weitere gute Argumentationshilfe.

Drei Paar Hände

Kostenfreie Broschüre zur Integration

Gemeinsam gestalten

Drei Paar Hände

©falco/pixabay

Unter diesem Titel ist seit kurzem eine kostenfreie Broschüre des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Modellprojekts „DialogBereiter – Unterkunft sucht Nachbarschaft“ erhältlich. Das Projekt-Team hat dafür in über 300 Gesprächen mit Flüchtlingen und Integrationshelfer*innen Best-Practice-Beispiele gesammelt, aber auch weniger positive Erfahrungen notiert, um den Intergrationsprozess für alle Beteiligten zu erleichtern.

„Wir beschäftigen uns darin mit den Phasen der Integration und zentralen Herausforderungen und Wünschen aus der Sicht Geflüchteter sowie mit Bedürfnissen von Ehrenamtlichen und Tipps für die Interaktion mit der Nachbarschaft von Unterkünften,“ schreiben die DialogBereiter, bei denen die Broschüre auch im Printformat kostenlos bestellt werden kann.

Anhand der vier Phasen der Integration „Ankommen – Erkunden – Lernen – Unabhängig werden“ werden viele Situationen beleuchtet und Anregungen gegeben. Ein zentrales Anliegen des Projektes ist es, das die unzähligen Initiativen, Ehren- und Hauptamtlichen, kommunalen Stellen und Unterkunftsbetreiber voneinander lernen können.

Weitere Informationen zum Projekt „DialogBereiter“ und zur Broschüre findet ihr auf der Seite des BAMF.

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Werbung auf rechten Webseiten melden

Sleeping Giants sammelt Werbeanzeigen auf Propaganda- und Verschwörungsseiten

Das ist ja mal eine wirklich coole Idee. Der Twitter-Account Sleeping Giants, dem inzwischen rund 200.000 Menschen folgen, zeigt, welche Unternehmen auf rechten Seiten im Netz Werbung schalten. Vielen Unternehmen ist das erstmal gar nicht bewusst, weil sie einfach Werbepakete über einen Marketing-Dienstleister buchen. Werden sie dann allerdings darauf aufmerksam gemacht, wo ihre Werbung erscheint, ziehen sie ihre Anzeigen häufig zurück. Anscheinend haben bereits um die 4.000 Unternehmen ihre Werbeanzeigen zurückgezogen.

Wem also Werbung auf rechten Webseiten auffällt, kann den Account der Aktion auf Twitter per Screenshot darauf aufmerksam machen.

Weiter Infos findet ihr unter Sleeping Giants: Twitter-Account gegen Werbung auf rechten Webseiten

Wie Integration gelingen kann

Unternehmer setzen sich ein für Bleiberecht

Time for a change

©Alexas_Fotos/pixabay

Wenn Flüchtlinge integriert werden sollen, dann gehört dazu, dass sie Arbeit finden. Das Problem: Entscheiden Unternehmen sich dafür, Flüchtlinge einzustellen, dann gibt es oft keine Garantie, dass diese auch bleiben dürfen. Denn viele warten lange auf den Bescheid des „Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge“, kurz „BamF“. Und wenn der kommt, ist er nicht immer positiv.

Das ist nicht nur für die betroffenen Menschen eine schwierige Situation. Sie haben Deutsch gelernt, eine Wohnung gefunden, gehen arbeiten und verdienen eigenes Geld, so dass sie das Sozialsystem in Deutschland sogar entlasten statt ihm zur Last zu fallen. Und trotzdem kann es passieren, dass der Ablehnungsbescheid kommt und sie von einem Tag auf den anderen zurück in ihre Herkunftsländer müssen. Und wir wissen ja, dass zum Beispiel Afghanistan als „sicher“ gilt, obwohl dort jede Woche Anschläge passieren.

Gleichzeitig ist die Situation aber auch für immer mehr Unternehmen untragbar, vor allem für die im ländlichen Raum, die ohnehin Schwierigkeiten haben, Mitarbeiter zu finden. Hier wächst der Unmut über die Situation deutlich. Und immer mehr Unternehmer setzen sich für ein Bleiberecht ihrer Mitarbeiter*innen ein und rechnen vor, was dem Staat – und damit uns allen – für Kosten entstehen, wenn gut integrierte, arbeitsfähige und -willige Menschen das Land wieder verlassen müssen. Ganz unabhängig von der menschlichen Komponente.

Im Deutschlandfunk Kultur könnt ihr den vollständigen Beitrag zu diesem wichtigen Thema anhören oder lesen.

Herz aus Spielfiguren

Was tun gegen rechte Gewalt?

Dein Beitrag für ein demokratisches Miteinander

Herz aus Spielfiguren

©MetsikGarden/pixabay

Vielleicht hast du dich auch schon öfter gefragt, was du ganz persönlich eigentlich tun kannst, um dem wieder erstarkenden Rechtsextremismus und rechter Gewalt entgegen zu treten. Denn eins ist klar: Wir können uns offenbar nicht allein darauf verlassen, dass die staatlichen Institutionen konsequent gegen Rechtsextreme vorgehen. Aber hilflos daneben zu stehen und sich ohnmächtig zu fühlen, ist eben auch keine gute Idee.

MUT gegen rechte Gewalt, ein Projekt der Zeitschrift Stern und der Amadeu-Antonio-Stiftung, haben 8 Punkte zusammengestellt, die dir helfen können zu entscheiden, wie du dich für eine demokratische Zivilgesellschaft einsetzen kannst. Denn dafür existieren eine Reihe guter Möglichkeiten, und das Gute daran ist: Du bist nicht allein, und es gibt dir das Gefühl, selbst etwas tun zu können. Im Artikel findest du auch eine Menge weiterführender Links. Merke: Nichts zu tun ist auch keine Lösung! ;-)

Lies weiter und erfahre, Was wir jetzt alle tun können.

Oder schau dich bei unserem Beitrag um: Was kann ich sonst noch tun?

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Nazis erkennen leicht gemacht

Eine Checkliste für Wutbürger

Nach den Krawallen in Chemnitz hörte man ja immer wieder das Argument, nicht alle, die bei dem „Trauermarsch“ für den getöteten Daniel H. mitmarschiert seien, wären Nazis gewesen. Die bösen Medien (vulgo: „Lügenpresse“) hätten das Bild verfälscht. Undsoweiterundsofort.

Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, Nazis zu erkennen, wie Christian Stöcker in einer Kolumne auf Spiegel Online deutlich macht.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei Demonstrationen, bei denen offenkundig Nazis mitmarschieren, handelt es sich um Nazi-Demonstrationen. Eigentlich ganz simpel und leicht zu merken.

Schön auf den Punkt bringt es der Autor hier:

Jedenfalls ist es aus den oben genannten Gründen für Nicht-Nazis unmöglich, sich mit Nazis vorübergehend und zweckgebunden zu verbünden. Wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder ein nützlicher Idiot der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Tja.

 

Mittelmeerüberquerungen sind tödlicher denn je

Desperate Journeys

Schwimmweste am Strand

©vjc17/Pixabay

Das UN-Flüchtlings-Hilfswerk UNHCR zeigt in seinem aktuellen Bericht „Desperate Journeys“ (auf Deutsch etwa „Verzweifelte Überfahrten“) auf, dass dieses Jahr jeder 18. Mensch, der sich auf die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer begab, dieses Wagnis nicht überlebte. Es starben genauso viele Menschen wie 2017, obwohl die Gesamtzahl der nach Europa kommenden Menschen drastisch zurückgegangen ist.

Die UNHCR möchte mit ihrem Bericht die politischen Entscheidungsträger in Europa dazu aufrufen, mehr sichere und legale Fluchtwege zu eröffnen.

Weitere Informationen findet ihr in der aktuellen Pressemitteilung der UNHCR. Der vollständige Bericht Desperate Journeys ist hier abzurufen.

Aufruf Großdemo #unteilbar

Großdemo am 13.10.2018 in Berlin: #unteilbar

Wer fährt mit nach Berlin?

Aufruf Großdemo #unteilbarUnter dem Motto SOLIDARITÄT STATT AUSGRENZUNG – FÜR EINE OFFENE UND FREIE GESELLSCHAFT organisiert ein breites Bündnis aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräften diese Kundgebung.

Wir finden, es wird höchste Zeit, dass wieder ganz, ganz viele Menschen auf die Straße gehen und den braunblauen Schreihälsen zeigt: Wir sind die Mehrheit!

Strichmenschenkette ©Tobias Vogel

Strichmenschenkette gegen Nazis

Strichmenschenkette ©Tobias Vogel

©Tobias Vogel

Der Zeichner Tobias Vogel, auch bekannt als Krieg und Freitag, hat eine wunderbare Spendenaktion ins Leben gerufen, als Reaktion auf die Ausschreitungen in Chemnitz. Für jede gespendeten 5 Euro schließt sich ein weiteres Strichmännchen oder -frauchen der Strichmenschenkette gegen Nazis an. Vom Erfolg seiner Aktion wurde er regelrecht überrollt: Die ursprünglichen 5000 Euro Spendenziel hat er nach nur einem Tag auf 10.000 Euro erhöht, und auch dieser Betrag wurde inzwischen erreicht. Das Geld stellt er dem Sächsischen Flüchtlingsrat zur Verfügung.