Sich gegen Hate Speech wehren

Was du gegen den Hass im Internet tun kannst

No hate aus Scrabble-Spielsteinen

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Viele von uns sind täglich unterwegs in diesem Internet und engagieren sich bereits auf vielen Wegen gegen den Hass und Hate Speech. Unsere Website ist ja auch aus der Motivation heraus entstanden zu zeigen, dass die blaubraunen Schreihälse eben nicht die Mehrheit sind.

Wenn du gerade auf der Suche danach bist, wie du ganz konkret dagegen vorgehen kannst, dann findest du im Artikel Hate Speech: Das hilft gegen Hass im Internet eine ganze Reihe wertvoller Hinweise, egal ob du selbst betroffen bist oder Adressaten von Hate Speech unterstützen möchtest.

Werde aktiv gegen Hater!

Wenn du darüber hinaus tätig werden möchtest, haben wir ebenfalls einige Links zusammengetragen: Was kannst du sonst noch tun?

Lass dich nicht einschüchtern, denn genau das ist die Absicht der rechten Hater und Trolle. Zeig ihnen, dass du nicht alleine bist und dass du Hate Speech nicht akzeptierst.

 

Wenn Retter am Retten gehindert werden

Seenotrettung wird weiter unmöglich gemacht

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In einem Interview mit Euractiv erklärt Jana Ciernioch, Communications Manager für SOS Mediterranée, was die EU seit 2015 alles unternommen hat, um die Seenotrettung zu erschweren oder sogar ganz zu verhindern. Sie verdeutlicht, dass all diese Maßnahmen im Grunde gegen internationales Recht verstoßen. So sagt sie unter anderem:

„Was im Mittelmeer passiert ist keine Naturkatastrophe, sondern eine vermeidbare humanitäre Tragödie. Europäische Entscheidungsträger können etwas tun, damit diese Tragödie beendet wird. Aber solange Menschen ihr Leben aus seeuntüchtigen Booten riskieren müssen, weil sie keinen anderen Weg finden, vor der Gewalt und Willkür in Libyen zu fliehen, und solange es kein europäisches Rettungssystem gibt, müssen wir vor Ort sein. Wir fordern, nicht am Leben retten gehindert zu werden.“

Wir finden es nach wir vor unfassbar, dass Europa hier so umfassend versagt und täglich Menschen ertrinken lässt. Als im Juni kein Seenotrettungsschiff unterwegs war, ertranken allein in diesem Monat 600 Menschen!

Auf der Website von SOS Mediterranée könnt ihr eine europaweite Petition unterzeichnen, für die Aquarius, und für die zivile Seenotrettung.

Zur Externalisierung der europäischen Asylpolitik

Von der Dystopie zur traurigen Realität

Schiffswrack am Strand

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In seinem unbedingt lesenswerten Artikel Safe Haven Libya? (Reloaded) beschreibt der Journalist Jochen Schwarz fundiert und durch zahlreiche Quellen belegt, wie die europäische Asylpolitik in den letzten 12 Jahren scheinbar unaufhaltsam nach rechts gedriftet ist und inzwischen nur mehr ein „Torso“ des ursprünglich geplanten gemeinsamen europäischen Asylrechts ist.

Wir finden es bedrückend mitzuerleben, wie eine große Idee, ein geeintes Europa, immer mehr zur Farce verkommt, in deren Namen Folter, Vergewaltigung und der Tod von Menschen mindestens billigend in Kauf genommen wird. Wo Seenotrettung nicht nur privatisiert, sondern inzwischen auch radikal kriminalisiert wird, gegen herrschendes europäisches Recht.

Um die 1.800 Menschen sind dieses Jahr bereits im Mittelmeer ertrunken, weil sich die Festung Europa abschottet und die Verantwortung für geflüchtete Menschen auf Staaten abwälzt, die meist auch nicht gerade für ihre humanistischen Ideale bekannt sind. 1.800 Menschen! Das sind 1.800 Einzelschicksale. Menschen, die auf der verzweifelten Suche nach einem besseren Leben die gefährliche Flucht über das Meer gewagt haben. Und Europa schaut hämisch grinsend zu.

Wir sind „auch das Volk“, und wir sind auch Europa! Lasst uns weiterhin dafür kämpfen.

Nachwuchs gesucht: Lehrer*innenprojekt für Geflüchtete

Lehrkräfte Plus an der Ruhruni Bochum

Klassenzimmer

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In diesem Sommersemester konnten erstmals 25 Geflüchtete, die in ihrer Heimat als Lehrer*innen tätig waren, an der RUB an diesem Projekt teilnehmen.

„Das Programm „Lehrkräfte Plus“ bietet ihnen eine neue Perspektive. Durch dieses Projekt haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich auf sprachlicher Ebene, in Form eines Deutschkurses und auf fachlicher Ebene, unter anderem durch fachwissenschaftlich-fachdidaktische Vertiefungen und Hospitanzen an Schulen weiterzubilden. Außerdem gewinnen sie Einblicke in das nordrhein-westfälische Schulsystem. So sollen die Chancen erhöht werden, eine Stelle in ihren erlernten Jobs mit Unterrichtsfächern wie Englisch, Mathematik, Französisch, Chemie, Physik oder Sport an Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu bekommen.“ (Quelle: bszonline)

Die Bewerbungsphase für das kommende Sommersemester startet jetzt und läuft bis zum 16. November. 

Hier findet ihr alle Informationen zu den Inhalten des Projekts Lehrkräfte Plus und zum Bewerbungsablauf.

Wir finden, dass das ein tolles Projekt für Integration ist und wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg!

Schweisser

Mehr Arbeitsplätze durch Zuwanderung

Geflüchtete sind keine Konkurrenz für deutsche Arbeitnehmer

Schweisser

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Dass Geflüchtete deutschen Arbeitnehmern die Arbeitsplätze wegnehmen oder die Löhne drücken, wird von den Rechten immer wieder behauptet – in der Regel wie gewohnt ohne Faktenunterstützung. In einem Interview, das Prof. Herbert Brücker, Direktor des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität und Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, dem Mediendienst Integration gegeben hat, wird deutlich, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

Demnach profitieren deutsche Arbeitnehmer sogar von der Zuwanderung, weil die Maßnahmen zur Integration die Konjunktur eher angekurbelt haben. Mehr verfügbare Arbeitskräfte bewirken, dass in der Wirtschaft mehr investiert wird. Die Zuwanderung dort also tatsächlich für mehr Arbeitsplätze statt weniger.

Und außerdem konkurrieren die Zugewanderten selten mit deutschen Arbeitnehmern um dieselben Arbeitsplätze, sondern gehen in Bereiche, für die viele Deutsche sich nicht interessieren.

Hier findet ihr das vollständige Interview mit dem Titel „Drücken Flüchtlinge die Löhne?“ Wir finden, das ist eine weitere gute Argumentationshilfe.

Drei Paar Hände

Kostenfreie Broschüre zur Integration

Gemeinsam gestalten

Drei Paar Hände

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Unter diesem Titel ist seit kurzem eine kostenfreie Broschüre des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Modellprojekts „DialogBereiter – Unterkunft sucht Nachbarschaft“ erhältlich. Das Projekt-Team hat dafür in über 300 Gesprächen mit Flüchtlingen und Integrationshelfer*innen Best-Practice-Beispiele gesammelt, aber auch weniger positive Erfahrungen notiert, um den Intergrationsprozess für alle Beteiligten zu erleichtern.

„Wir beschäftigen uns darin mit den Phasen der Integration und zentralen Herausforderungen und Wünschen aus der Sicht Geflüchteter sowie mit Bedürfnissen von Ehrenamtlichen und Tipps für die Interaktion mit der Nachbarschaft von Unterkünften,“ schreiben die DialogBereiter, bei denen die Broschüre auch im Printformat kostenlos bestellt werden kann.

Anhand der vier Phasen der Integration „Ankommen – Erkunden – Lernen – Unabhängig werden“ werden viele Situationen beleuchtet und Anregungen gegeben. Ein zentrales Anliegen des Projektes ist es, das die unzähligen Initiativen, Ehren- und Hauptamtlichen, kommunalen Stellen und Unterkunftsbetreiber voneinander lernen können.

Weitere Informationen zum Projekt „DialogBereiter“ und zur Broschüre findet ihr auf der Seite des BAMF.