• Wir sind nicht gemeint,

    wenn Politiker von „dem Volk“ sprechen, das die Schließung der Grenzen wünscht.

    Jetzt dabei sein!

Das Projekt: Wir sind AUCH „das Volk“!

Seit Monaten beherrschen die Themen Flucht und Asyl die gesellschaftliche Debatte. Dabei wird so getan, als sei „das Volk“ in Aufruhr und verlange nach einem Umbruch in der Asylpolitik. In einer erschreckenden Kampagne rechter und reaktionärer Kräfte werden Ängste und Vorurteile immer weiter geschürt – auch mithilfe von Begriffen, die Vorurteile fördern und Schutzsuchende herabwürdigen.

Die regierenden Parteien haben sich in den vergangenen Wochen von dieser Kampagne unter Druck setzen lassen und im Konsens politische Maßnahmen beschlossen, die Menschenrechte massiv beschädigen. Wir lehnen diese Einschränkungen des Asylrechts entschieden ab.

Die laute Mehrheit.

Denn auch wenn es so scheint, als sei das ganze Land mit einem großen Schritt nach rechts gerückt, auch wenn uns die vielen menschenverachtenden Kommentare in den sozialen Medien schier erdrücken: Wir sind AUCH „das Volk“. Und es ist Zeit, dass wir laut und sichtbar werden – zum Beispiel mit dieser Website. 

Jetzt dabei sein!

Du möchtest zeigen, dass du AUCH zu dieser lauten Mehrheit gehörst? Dann werde Teil dieses Projekts, indem du deinen Vornamen, Nachnamen, deinen Wohnort und deinen Beruf im unten stehenden Formular einträgst. Idealerweise lädst du noch ein Bild von dir hoch, damit wir gemeinsam sichtbar werden.

5 Gründe für dieses Projekt

  1. Wir sind nicht gemeint, wenn Politiker von „dem Volk“ sprechen, das die Schließung der Grenzen wünscht.

    Das individuelle Recht auf Asyl muss erhalten bleiben. Schutzsuchende brauchen sichere Fluchtwege und legale Optionen, Europa zu erreichen.
    Wir wollen, dass diese Menschen einen Anspruch auf ein faires Asylverfahren haben, in dem jeder Fall sorgfältig geprüft wird. Die geplanten Lager oder Zentren sind keine Option.

  2. Wir tragen die Kriminalisierung der Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer nicht mit.

    Da sichere Fluchtwege fehlen, müssen Schutzsuchende ihr Leben auf dem Mittelmeer riskieren. Ohne den mutigen Einsatz vieler freiwilliger Kräfte hätten tausende weitere Menschen ihr Leben im Mittelmeer verloren.
    Wir wollen, dass diese Schiffe und Flugzeuge wieder starten dürfen. Das Ziel dieser Rettungsfahrten bleibt Europa, denn in den Lagern in Libyen herrschen unmenschliche Bedingungen bis hin zu Folter, Vergewaltigung und Mord.

  3. Wir engagieren uns gegen die Fluchtursachen wie Krieg, Hunger, Armut, Klimawandel und Vertreibung.

    Nationales Denken ist die falsche Antwort auf internationale Krisen und Konflikte. Schutzsuchende brauchen auch jenseits der EU-Außengrenzen Hilfe.
    Wir wollen eine Außen- und Sicherheitspolitik, die von Solidarität geprägt ist. Rüstungsexporte in Krisenregionen müssen gestoppt werden.

  4. Wir schauen nicht tatenlos zu, wie in unserer Umgebung Menschen ausgegrenzt werden.

    Integration, Offenheit und Aufeinanderzugehen sind die Schlüssel für ein friedliches, solidarisches Miteinander aller Menschen.
    Wir stehen für eine Gesellschaft, in der Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder sexuelle Orientierung eines Menschen im Umgang miteinander keine Rolle spielen.

  5. Wir wehren uns gegen eine Sprache, die Menschen systematisch abwertet.

    In der politischen Debatte über Flucht, Asyl und Migration werden Begriffe verwendet, die Vorurteile schüren und Menschen herabwürdigen.
    Wir kritisieren und meiden Begriffe, die die herrschenden menschenunwürdigen Zustände systematisch verschleiern oder sogar beschönigen.

Jetzt dabei sein!

Bitte trage dich mit deinem Vornamen und Nachnamen, mit deinem Wohnort und deinem Beruf ein. Um das Projekt noch stärker zu machen, sind Bilder wichtig – bitte lade also am besten ein Porträtfoto von dir hoch.

WICHTIG: Du MUSST kein Foto von dir hochladen. Aber besser wäre es, um unseren Teil des Volks sichtbar zu machen. Also gib dir einen Ruck – wir sind viele ;-)

Ja, ich bin #auchdasvolk:

  • Hier kannst du dein Porträtfoto hochladen. Größere Bilder werden automatisch verkleinert.
    Zulässige Formate: PNG, JPG, Gif.

    Indem du ein Porträtfoto hoch lädst, bestätigst du, dass du berechtigt bist, uns das Foto zur Verfügung zu stellen – und dass dieses Bild weder Urheberrechte noch andere Rechte Dritter verletzt.
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Wer steckt dahinter?

Die Köpfe hinter dem Projekt #auchdasvolk

Wir sind mehr als 20 Personen, die sich zufällig zusammengefunden haben – und doch wieder nicht so zufällig. Denn auch wenn wir uns in unterschiedlichen Zusammenhängen bewegen und beruflich vielfältige Wege gehen: Wir sind alle entsetzt über diesen Angriff auf die Werte, die Europa in den letzten Jahrzehnten geprägt haben. Und über den systematischen Abbau der internationalen Standards wie der Genfer Flüchtlingskonvention. Und darüber, dass sich Deutschland und die EU zu Mittätern machen und zulassen, dass tausende schutzsuchender Menschen im Mittelmeer sterben.

Finanzierung und Transparenz

Diese Website wird ausschließlich von Privatpersonen betrieben. Die dargestellten Inhalte wurden in ehrenamtlichem Engagement ohne Bezahlung erarbeitet. Die Kosten für Domains und Hosting tragen die beteiligten Privatpersonen. Es ist keine politische Organisation an der Erstellung, Gestaltung, technischen Umsetzung oder Finanzierung beteiligt.

Idomeni, Griechenland 2016 | (c) Petra Lehmann